Hannah Arendt Tage 2026

Die Denkerin Hannah Arendt und ihr Jahrhundert

Salongespräch


Beschreibung

Vor 120 Jahren, am 14. Oktober 1906, wurde Hannah Arendt in Hannover-Linden geboren. Sie hat als deutsch-amerikanische jüdische Denkerin politisches Urteilsvermögen mit philosophischer Reflexion verknüpft und sich in aktuelle gesellschaftliche Debatten leiden-schaftlich eingemischt. Hannah Arendt starb am 4. Dezember 1975 in New York. Ausgewählte Veranstaltungen erinnern 2026 an die international bekannte Politiktheoretikerin.


Salongespräch

Prof. Dr. Grit Straßenberger, Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn,
und Dr. Ulrich Kühn

Grußwort

Eliah Sakakushev-von Bismarck, Geschäftsführender und Künstlerischer Direktor der Villa Seligmann


Hannah Arendt gilt als eine der bedeutendsten politischen Theoretiker*innen des 20. Jahrhunderts. Ihr Denken ist aktueller denn je, insbesondere ihr inklusives Verständnis von demokratischer Teilhabe: Jeder Mensch soll den gemeinsamen öffentlichen Raum mitgestalten können. So ist es nicht erstaunlich, dass das Interesse an ihrem Leben und Werk ungebrochen ist. Grit Straßenbergers 2025 erschienenes Buch „Die Denkerin. Hannah Arendt und ihr Jahrhundert“ hat in diesem Jahr bereits die vierte Auflage erreicht.

In Arendts Schriften und ihrer Biografie spiegeln sich die Erschütterungen von Flucht, Exil, Staatenlosigkeit und der Aufstieg und Fall totalitärer Regimes wider. Sie wollte aber nicht nur berichten, sondern vor allem verstehen.

Grit Straßenberger zeigt ein lebendiges Bild der Denkerin Arendt, fokussiert u. a. auf die Erinnerungen und Geschichten, die von Freund*innen, Kolleg*innen und Schüler*innen über Arendt erzählt wurden. Denn Arendts Bekanntenkreis ist gleichsam ein Who is who der transatlantischen Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts. Freundschaft wurde für Arendt zur politischen Tugend, Pluralität zum Grundprinzip menschlichen Zusammenlebens. 120 Jahre nach ihrer Geburt fragt das Salongespräch nach der Gegenwärtigkeit, der Faszination und Strahlkraft der Gedankenwelt Hannah Arendts.


Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich unter anmeldung@villa-seligmann.de.

Prof. Dr. Grit Straßenberger ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Sie forscht und lehrt zur Demokratietheorie und Elitentheorie sowie zur Geschichte republikanischen Denkens. Sie ist Mitherausgeberin der Kritischen Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik und des Bonner Zentrums für Versöhnungsforschung. Grit Straßen-berger studierte Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, promovierte dort über narrative Ansätze in der Politischen Theorie und habilitierte sich mit einer demokratietheoreti­schen Arbeit zu politischer Führung.

Dr. Ulrich Kühn ist Kulturjournalist und arbeitet seit 2009 als Rundfunkredakteur in leitenden Funktionen. Er beschäftigt sich u. a. mit der Frage, wie sich eine Gesellschaft in ihren Debatten und Büchern, ihrer Sprachkultur zeigt und was sie damit über ihr Fühlen und Denken, ihre Sicht auf die Welt offenlegt. Er hat Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Philosophie in Ber­lin und München studiert und über Verbindungen gesprochener Sprache und Musik promoviert.


Wir weisen freundlich darauf hin, dass wir während dieser Veranstaltung Fotos und Videos erstellen. Das Bildmaterial wird auf unserer Internetseite und/oder Social-Media-Kanälen veröffentlicht und für die Pressearbeit genutzt werden. Mit ihrer Teilnahme erklären sich Besucherinnen und Besucher dieser Veranstaltung damit einverstanden.