
© David Kaufmann
Sasha Lurje
Vom Herzen Rigas in Lettland bis hin zur kulturellen Vielfalt Berlins hat sich Sasha Lurje als eine der weltweit führenden Jiddisch-Sängerinnen einen Namen gemacht. Sie taucht tief in traditionelle jiddische Stilrichtungen ein, haucht den alten Melodien neues Leben ein und leitet zugleich zeitgenössische Projekte.
Ihre Kooperationen reichen vom renommierten Fortunoff-Archiv der Yale University mit „Songs from Testimonies“ über interkulturelle Projekte mit dem Helsinki Yiddish Cabaret, das das Leben der wenig bekannten nordischen jüdischen Gemeinschaft beleuchtet, bis hin zu Theateraufführungen wie Michael Wex’ „Last Night in Cabaret Yitesh“ und Josh Waletzkys „Pleytem Tsuzamen“.
Als aktive Stütze der Berliner Klezmer-Szene singt Sasha nicht nur; sie schafft Erlebnisse, sei es bei Festivals wie dem Yiddish Summer Weimar, wo sie regelmäßig auftritt, oder beim Shtetl Berlin und dem Seattle Yiddish Fest – Festivals, die sie selbst organisiert.

© Daniel Shakir
Roman Grinberg
Roman Grinberg gilt als einer der vielseitigsten und profiliertesten jüdischen Künstler weltweit und prägt wie kein anderer seit 30 Jahren die jüdische Musikszene in Wien. Ob intimes Klezmer-Konzert oder internationale Festivalbühne, als Solist, mit der eigenen Band, als Chor- und Orchesterleiter – Roman Grinberg hat seine berufliche Lebensaufgabe in der Erhaltung, Pflege und Verbreitung der jüdischen Musik gefunden.
In der Tradition der jüdischen Musiker und Poeten versteht er sich nicht nur als „Erhalter“, sondern geht immer wieder neue künstlerische Wege und transportiert die Musik seiner Vorfahren mit Leichtigkeit ins Heute. Dabei bleibt er den Wurzeln dieser alten Kultur treu und ist daher immer authentisch. Seine große Liebe gilt den alten jiddischen Liedern aus dem Schtetl, die er in eigenen Bearbeitungen mit viel Humor und Einfühlungsvermögen neu interpretiert.

Shvayg Mayn Harts Orchestra
Das Shvayg Mayn Harts Orchestra wurde 2021 im Rahmen des Projekts „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gegründet. Das Konzept des Orchesters besteht darin, ihre Lieder in Arrangements im Broadway-Stil zu präsentieren, um sie in dem Stil darzustellen, in dem sie ursprünglich aufgeführt wurden, und nicht als Klezmer-Musik. Seit seiner Gründung hat das Shvayg Mayn Harts Orchestra Konzerte in Köln, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Dortmund, Leipzig, Berlin, Münster, Wien und Brüssel gegeben. Zukünftige Konzerte in Frankreich und der Schweiz befinden sich in Planung. Der Name des Orchesters stammt von einem der berühmten Lieder, die von Herman Yablokoff geschrieben wurden.

© Matthias Baus
Michael Alexander Willens
Michael Alexander Willens ist Musikdirektor der Kölner Akademie, einem Kammerorchester und Chor mit Sitz in Köln.
Er studierte Dirigieren bei John Nelson an der Juilliard School in New York, wo er einen Bachelor- und einen Master-Abschluss erwarb. Außerdem studierte er bei Leonard Bernstein in Tanglewood sowie Chorleitung bei Paul Vorwerk.
Willens’ umfassende Erfahrung hat ihm ein außergewöhnlich fundiertes Hintergrundwissen und eine große Vertrautheit mit Aufführungsstilen verliehen, die vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik sowie Jazz und Pop reichen.
Willens hat Konzerte in bedeutenden Konzertsälen und bei Festivals in Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Skandinavien, Russland, Island, der Türkei, Aserbaidschan und Israel dirigiert und dabei höchste Anerkennung von der Kritik erhalten. Neben der Kölner Akademie war er als Gastdirigent bei Orchestern in Deutschland, Polen, den Niederlanden, Brasilien, Kanada, Israel und beim Jeune Orchestre Atlantique in Saintes tätig.