Zum 88. Mal jähren sich in diesem Jahr die Novemberpogrome 1938. Die Nacht vom 09. auf den 10. November 1939 markierte den Beginn der Entrechtung und offenen Verfolgung jüdischer Menschen durch das nationalsozialistische Regime.
Auch dieses Jahr erinnert die Villa Seligmann mit einer Gedenkveranstaltung an die Verbrechen des 09. November. Die Gedenkveranstaltung ist zeitgleich auch der Auftakt eines neuen Ausstellungsprojektes in Kooperation mit dem Landesmuseum Hannover, das ab dem 10. November in beiden Häusern zu sehen sein wird.
„Shalom – Synagogen im Wandel der Zeit“
Mit den in der Reichspogromnacht zerstörten Synagogen verschwanden sichtbare Orte einer über Jahrhunderte gewachsenen jüdisch-europäischen Kultur. Forschende der „Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa“ an der TU Braunschweig machen diese zerstörten Orte jüdischen Lebens nun wieder erlebbar: Ihre Architekturmodelle rekonstruieren, was der nationalsozialistische Terror einst vernichtete. Integriert in die Ausstellungen der Kunst- und Menschen-Welten im Landesmuseum und in die Ausstellung zur Neuen Synagoge in der Villa Seligmann eröffnen die Holzmodelle neue Perspektiven und zeigen, dass die jüdische Kultur seit der Spätantike zur Geschichte Europas gehört.
ABLAUF
