Woran erinnern wir uns und woran nicht? Welche Geschichten interessieren uns und was sind unsere Erinnerungslücken? In diesem Autor*innengespräch mit Jehona Kicaj und Henrik Szántó geht es um die untrennbare Verknüpfung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Beide hannoverschen Autor*innen werfen in diesem Zusammenhang mit ihren Debüts einen literarischen Blick auf Leerstellen, Sprachlosigkeit und das Schweigen in Bezug auf Krieg, Traumata und deren generationale Weitergabe. Sie fordern uns damit sowohl individuell als auch kollektiv als Gesellschaft zur Reflektion heraus. Denn unsere Gegenwart in einer Einwanderungsstadt ist geprägt von Geschichten, die gehört werden müssen, um ein Fenster zu neuen Perspektiven zu bieten.
Durch das Gespräch führt Eliah Sakakushev-von Bismarck und Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Gedanken im Publikumsgespräch zu teilen.
Zu den Autor*innen

© Carl Philipp Roth
Jehona Kicaj, geboren 1991 im Kosovo, lebt in Hannover. Mit ihrem Romandebüt „ë“ stand sie in diesem Jahr auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und erhielt den Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover. Ihr Roman behandelt aus der Innenperspektive u.a. die traumatisierenden Kriegsfolgen für die Nachfolgegeneration.

© Marvin Ruppert
Henrik Szántó, geboren 1988, Autor und Moderator mit ungarischen und finnischen Wurzel lebt ebenfalls in Hannover. Er war 2024 für den Bachmannpreis nominiert und sein Debütroman „Treppe aus Papier“ erschien 2025. Aus der Perspektive eines Hauses wird darin die Geschichte seiner Bewohner*innen von der NS-Zeit bis heute erzählt.


