23.05.2019
19:30 Uhr



Sephar­di­sche Lyrik des Mittelalters

Ensem­ble Harel-Ben David: Mei­rav Ben David-Harel (Gesang, Schlag­zeug, Chi­fo­nie), Yair Harel (Gesang, Schlag­zeug, Tar), Nima Ben David (Vio­la da Gam­ba) und Yar­den Erez (Oud, Lira, Tar)

In den Län­dern des Osma­ni­schen Reichs, Nord­afri­ka und dem Bal­kan ver­brei­te­te sich das sephar­di­sche Juden­tum nach der Ver­trei­bung aus Spa­ni­en. Es kam zur Blü­te der reli­giö­sen Lyrik. Roman­zen, Volks­lie­der und Gedich­te beleb­ten die alte Tra­di­ti­on über Genera­tio­nen hin­weg. Gesun­gen in Hebrä­isch, Ara­mä­isch, Ladi­no und Ara­bisch ver­misch­ten sich Lei­den- schaft und Gebet in den Gesängen.

Das von drei israe­li­schen Musi­kern in Paris gegrün­de­te Ensem­ble Harel-Ben David ist spe­zia­li­siert auf dem Gebiet der mit­tel­al­ter­lich-jüdi­schen Musik unter Ein­be­zug von Instru­men­ten aus der Zeit. Mit größ­ter Authen­ti­zi­tät über­mit­teln die Musi­ker die Bot­schaft der sephar­di­schen Musik auf ein­dring­li­che Art und Weise.

 

PROGRAMM

Yedid Hash­ak­hakh­ta (Mein Freund, hast Du vergessen?)
Gedicht aus der Tra­di­ti­on der Juden von Marokko

Nani Nani
Ein Schlaf­lied auf Ladino

Ya vie­ne el cativo
Lied auf Ladi­no aus dem osma­ni­schen Raum, arran­giert von Yitz­haq Levi

Durme Quer­ido Hijico
Lied aus Salo­ni­ka auf Ladino

Bat Tero­men Rama — Tsam Nafshi
Seht die edle Toch­ter — mei­ne See­le schmachtet!
Gedicht aus der tür­ki­schen Tra­di­ti­on nach einer alten Romanze

Ya El Shadill Khan / Tzur Maguinenu
Sän­ger in der Kara­wa­ne / Fels, unser Schild

Alta es la Luna
Gesang auf Ost-Ladi­no, anonym

Yedid Nefesh (Gelieb­ter mei­ner Seele)
Gedicht aus der anda­lu­si­schen Tra­di­ti­on (Alge­ri­en)

Mos­he (Moses)
Gedicht Ova­dia Hagar

Petakh Shaar, Dodi (Öff­ne das Tor, mein Liebling)
Gedicht aus der anda­lu­si­schen Tra­di­ti­on (Alge­ri­en)

Shek­ho­ra ani
Mare Lav­ra, Isra­el, Anfang des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts, inspi­riert von der bibli­schen Kantillation.

Leven-dodi, shalom (Will­kom­men, mein Geliebter)
Gedicht der marok­ka­nisch-anda­lu­si­schen Tradition

Veeder mein (Also wer­de ich es wissen)
Ova­dia von Hagar, Ita­li­en I2. Jahrhundert

 

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