09.05.2019
19:30 Uhr



Zum Euro­pa­tag
Jüdi­sche Musik als euro­päi­sches Projekt

Jascha Nem­tsov (Kla­vier, Moderation)

Weni­ge Jah­re vor dem 1. Welt­krieg ist in Russ­land eine eigen­stän­di­ge jüdi­sche Rich­tung in der Kunst­mu­sik ent­stan­den – die Neue Jüdi­sche Schu­le. Ihre Musik soll­te eine gleich­be­rech­tig­te Stim­me in einem euro­päi­schen „Kon­zert der Natio­nen“ bil­den. Doch wo soll­te die­se Stim­me erklin­gen? In Russ­land wur­de die­se Bewe­gung schon bald durch die sta­li­nis­ti­sche Poli­tik unter­drückt, im Wes­ten wur­de sie eben­falls durch tota­li­tä­re Ten­den­zen bedroht. Für vie­le jüdi­sche Kom­po­nis­ten wur­de die Suche nach einer Hei­mat schließ­lich zu einem Überlebenskampf.

Die­se kom­ple­xen Hin­ter­grün­de illus­triert der Pia­nist und Musik­wis­sen­schaft­ler Prof. Jascha Nem­tsov in einem mode­rier­ten Klavierabend.

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