08.11.2020 — 09.11.2020
Ganztägig



Ver­ehr­te Damen und Herren,
lie­be Freun­din­nen und Freunde,

gegen das Ver­ges­sen woll­te die Vil­la Selig­mann am heu­ti­gen Sonn­tag, 08. Novem­ber 2020 zu einem Kon­zert zum Geden­ken an die Reichs­po­grom­nacht in die Markt­kir­che ein­la­den. Gera­de heu­te, vor dem Hin­ter­grund täg­lich neu­er anti­se­mi­ti­scher und men­schen­ver­ach­ten­der Angrif­fe auf demo­kra­ti­sche Gesell­schaf­ten, ist das Wach­hal­ten und die Ver­mitt­lung der Erin­ne­rung wich­ti­ger denn je.

Das Kon­zert müs­sen wir aus aktu­el­lem Anlass mit gro­ßem Bedau­ern absa­gen. Eine Absa­ge an die Erin­ne­rung kann und darf es jedoch nicht geben! Auch wenn die Tages­the­men und die Sor­gen um das Infek­ti­ons­ge­sche­nen im Vor­der­grund ste­hen, dür­fen wir den 9. Novem­ber nicht als ein gän­gi­ges Datum ver­strei­chen lassen!

Die­sem Gedenk­tag wol­len wir mit der bei­lie­gen­den Video-Bot­schaft eine mensch­li­che Stim­me geben: Ich bat eini­ge Mit­wir­ken­de des geplan­ten Kon­zert­pro­gramms um einen kur­zen Bei­trag. Kan­tor Ger­ge­ly Nógrá­di aus Buda­pest nahm für uns unter häus­li­chen Coro­na-Bedin­gun­gen das ver­ton­te Gedicht “Unser Shtetl brennt” von Mor­dek­hai Gebir­tig auf.

Mit die­ser Video-Bot­schaft möch­ten wir dazu anre­gen, inne­zu­hal­ten und über die gegen­wär­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen zu reflektieren.

Ihr

Eliah Saka­kus­hev-von Bismarck
Direk­tor der Vil­la Seligmann