Titelbild Helfen bedeutet leben

Helfen bedeutet leben

Jacob Teitel und der Verband russischer Juden in Deutschland (1920–1935)

Ausstellung in der Villa Seligmann

 

Nach der Rus­si­schen Revo­lu­ti­on von 1917 und dem fol­gen­den blu­ti­gen Bür­ger­krieg flüch­te­ten Tau­sen­de Jüdin­nen und Juden aus Russ­land nach Deutsch­land. Hier erwar­te­te sie häu­fig ein Leben in Armut und gesell­schaft­li­cher Rand­stän­dig­keit. Mit dem Ver­band rus­si­scher Juden orga­ni­sier­te Jacob Tei­tel (1850–1939) mate­ri­el­le Unter­stüt­zung und ver­lor dabei nie das Wich­tigs­te aus den Augen: die Wür­de des Menschen.

Jakob Teitel: Verband russischer Juden in Deutschland

© Lan­des­ar­chiv Berlin-Brandenburg

Tei­tel setz­te sich mit dem Ver­band für die Rech­te der rus­sisch-jüdi­schen Geflüch­te­ten in Deutsch­land und auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne ein. In der NS-Zeit leis­te­ten der bis 1935 in Deutsch­land akti­ve Ver­band und sei­ne Nach­fol­ge­or­ga­ni­sa­tio­nen in Frank­reich (1935–1965) und den USA (1941–1965) Hil­fe für das Über­le­ben von Jüdin­nen und Juden in Deutsch­land und unter­stütz­ten sie bei der Aus­wan­de­rung nach Paläs­ti­na und in die USA.

Beson­ders ist, dass die gezeig­ten Doku­men­te, Foto­gra­fien und Archi­va­li­en zum ers­ten Mal die rus­sisch-jüdi­sche Ein­wan­de­rung als Bestand­teil deut­scher Flucht­ge­schich­te zei­gen. Die Besucher:innen erhal­ten Ein­bli­cke in Ein­zel­bio­gra­fien und damit in Geschich­ten von Soli­da­ri­tät und Eigen­in­itia­ti­ve der Migrant:innen, die in zahl­rei­chen Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­tio­nen tra­ten und heu­te als über­kon­fes­sio­nell wert­vol­les, inter­kul­tu­rel­les Kul­tur­er­be wie­der eine zuneh­mend gro­ße gesell­schaft­li­che Rol­le spielen.

Ein­tritt frei. Spen­den wer­den erbeten.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Abschluss­ver­an­stal­tung erhal­ten Sie hier.

 

Die Aus­stel­lung kann jeden Diens­tag zwi­schen 10 und 16 Uhr besich­tigt wer­den. Für den Besuch ist eine vor­he­ri­ge Anmel­dung unter Anga­be eines Zeit­fens­ters per E‑Mail an anmeldung@villa-seligmann.de oder tele­fo­nisch unter 0511–844 887 200 erforderlich.

Grup­pen­be­sich­ti­gun­gen (ab 5 Per­so­nen) sind nach Ver­ein­ba­rung mög­lich. Orga­ni­sier­te Füh­run­gen durch die Aus­stel­lung wer­den am 16. Febru­ar auf Deutsch und Rus­sisch angeboten.

Die Aus­stel­lung ist dem 100. Jah­res­tag der Ein­füh­rung des Nan­sen-Pas­ses (1922), dem ers­ten Iden­ti­fi­ka­ti­ons­do­ku­ment für poli­ti­sche Geflüch­te­te welt­weit, gewidmet.

 

Logo Konrad-Adenauer-StiftungDie Aus­stel­lung “Hel­fen bedeu­tet Leben — Jacob Tei­tel und der Ver­band rus­si­scher Juden in Deutsch­land (1920–1935)” wird in Koope­ra­ti­on mit der Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung (Poli­ti­sches Bil­dungs­fo­rum Nie­der­sach­sen) präsentiert.

 

Förderer Helfen bedeutet Leben

Datum

01/02/2023 - 09/03/2023
Ongoing...

Uhrzeit

All Day

Ort

Villa Seligmann
Hohenzollernstraße 39, 30161 Hannover
QR Code
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