EINE ZWEITE HEIMAT — Lyrik von Hannah Arendt und Musik aus der Zeit

Kunst ist der Ort, wo sterbliche Menschen ihre unsterbliche Heimat finden“

HANNAH ARENDT TAGE ZU GAST IN DER VILLA SELIGMANN

 

Alon Sari­el — Mandoline
Boris Kus­ne­zow — Klavier
Son­ja Bür­mann — Lesung

 

Han­nah Arendt ist vor allem für ihre Poli­ti­sche Theo­rie bekannt. Ihre Dich­tung steht sel­ten im Mit­tel­punkt des Inter­es­ses. Doch hat die Lyrik Han­nah Arendt eine „zwei­te Hei­mat“ gebo­ten. Hier fand ihre Melan­cho­lie einen Raum und ihre Lie­be zur Welt einen wei­te­ren Aus­druck. Die musi­ka­li­sche Lesung lädt ein zu einer Rei­se in Arendts Den­ken zu Kunst und Welt, Trans­for­ma­ti­on, Dau­er und Verlässlichkeit. Die dich­te­ri­sche Spra­che Han­nah Arendts verknüpft sich mit Per­len der Musik jüdischer Kom­ ponis­ten, die auf­grund der poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Kata­stro­phen des 20. Jahr­hun­derts neue Wege beschrei­ten muss­ten. Sie hin­ter­lie­ßen mit dem Mut der Wei­ter­le­ben­den ein­ein­zig­ar­ti­ges Werk, des­sen plu­ra­lis­ti­scher Reich­tum zu Gehör gebracht wird.

Im Wech­sel mit Arendts Gedich­ten erklingt Musik jüdischer Kom­po­nis­ten des 20. Jahr­hun­derts. Im Pro­gramm sind Tonschöpfer wie Ernest Bloch, Laza­re Samin­sky, Paul Ben-Haim, Marc Lav­ry, Arnold Schönberg, Alex­an­der von Zem­lin­sky sowie Gus­tav Mah­ler ver­tre­ten. So ver­bin­det die Musik­aus­wahl jene bekann­te­ren Namen der Musik­ge­schich­te wie Mau­rice Ravel mit kaum bekann­ten Tonkünstlern wie Vik­tor Kiou­laphi­des oder Bru­no Rein­hardt. Bei­de Kunst­gat­tun­gen kor­re­spon­die­ren mit­ein­an­der und bil­den ein the­ma­ti­sches Band: Erin­nern im Andenken. Arendt for­mu­lier­te mit den Wor­ten Wil­liam Faulk­ners: »The past is never dead. It is not even past.«

 

EINTRITT FREI (begrenz­te Platzzahl)

Eine Anmel­dung unter hat@hannover-stadt.de oder per bei­lie­gen­der Post­kar­te mit vollständiger Anschrift und Tele­fon­num­mer ist bis zum 5. Okto­ber zwin­gend erforderlich.

Auf­grund der behörd­li­chen Auf­la­gen zur Ein­he­gung des Coro­na-Virus gilt aktu­ell die 3G-Regel für den Ein­lass in die Vil­la Selig­mann. Die Mund- und Nasen­be­de­ckung soll­te auch auf den Plät­zen getra­gen werden.

 


Mit den seit 1998 statt­fin­den­den HANNAH ARENDT TAGEN erin­nert Han­no­ver an die am 14. Okto­ber 1906 in Lin­den gebo­re­ne, bedeu­ten­de Toch­ter der Lan­des­haupt­stadt. So fin­det jähr­lich um den Geburts­tag der deutsch-ame­ri­ka­ni­schen Poli­tik­theo­re­ti­ke­rin eine Ver­an­stal­tungs­rei­he zu einem aktu­el­len The­ma mit poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Fra­gen statt. Unter dem Mot­to “Start doing! Unse­re Ver­ant­wor­tung für die Zukunft” ste­hen die dies­jäh­ri­gen HANNAH ARENDT TAGE vom 12. bis zum 16. Okto­ber 2021.

Datum

13/10/2021

Uhrzeit

17:00

Ort

Villa Seligmann
Hohenzollernstraße 39, 30161 Hannover
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