10.03.2022
19:00 Uhr



Musi­ka­li­sche Lesung

+++ ver­scho­ben vom 3. Mai 2020 +++

Hel­mut Braun (Kon­zept und Lesung)
Mar­ko Ševar­lić (Akkor­de­on)

 

Rose Aus­län­der (1901–1988) gehört zu den gro­ßen Dich­te­rin­nen des 20. Jahr­hun­derts. Ihre Gedich­te sind per­fek­tes Hand­werk – sie kann alles, was Poe­ten ler­nen kön­nen. Ihre Gedich­te sind per­fek­tes Kopf­werk – hoch reflek­tiert und ein­ge­fügt in ihren dich­te­ri­schen Kos­mos. Und sie sind per­fek­tes Herzwerk – vol­ler Emo­ti­on und Emo­tio­nen aus­lö­send. Die­ser Drei­klang schafft die Fas­zi­na­ti­on, die noch heu­te Lese­rin­nen und Leser begeis­tert. Leben und Werk von Rose Aus­län­der sind außer­ge­wöhn­lich eng mit­ein­an­der ver­knüpft. Alle Lebens­sta­tio­nen fin­den sich in ihren Gedich­ten wie­der: von Kind­heit und Jugend über Sho­ah und Exil in New York bis zu Alter und Erwar­tung des Todes. Sie erzäh­len von der Lie­be, der Angst, der Todes­not, auch vom Glück: „ver­giss nicht / auch das Glück war da“ — und von der nie­mals ver­lo­re­nen Hoff­nung, „dass Dich­ten noch mög­lich sei“. Rose Aus­län­der hin­ter­lässt ein Gesamt­werk von über 3.000 Gedich­ten, zahl­rei­che Buch­aus­ga­ben und Ver­öf­fent­li­chun­gen in Antho­lo­gien, Zei­tun­gen und Zeit- schrif­ten. In den 1980iger Jah­ren wird aus der bekann­ten Dich­te­rin die berühm­te Poe­tin. Rose Aus­län­der erhält u.a. den Ida-Deh­mel-Preis, den Andre­as-Gry­phi­us- Preis und den Lite­ra­tur-preis der Baye­ri­schen Aka­de­mie der Schö­nen Küns­te. 1984 wird ihr das Gro­ße Ver­dienst­kreuz des Ver­dienst­or­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­lie­hen. Ihr Nach­lass befin­det sich im Hein­rich-Hei­ne-Insti­tut in Düsseldorf.

Hel­mut Braun erzählt aus dem Leben der Dich­te­rin und liest Rose Aus­län­ders Gedich­te. Der Autor, Lite­ra­tur­his­to­ri­ker und Her­aus­ge­ber ihres Gesamt­wer­kes hat die Dich­te­rin die letz­ten Jah­re 13 Jah­re bis zu ihrem Tod betreut. Es gibt wohl kei­nen kom­pe­ten­te­ren Ken­ner als ihn, um Aus­kunft über Leben und Werk von Rose Aus­län­der zu geben.

Dazu spielt der ser­bi­sche Meis­ter­ak­kor­deo­nist Mar­ko Ševar­lić Kom­po­si­tio­nen von Roy­er, Rameau, Hölsky, Aho und Joki­nen. Mar­ko Ševar­lić beginnt im Alter von acht Jah­ren mit dem Akkor­de­on­spiel. Schon wäh­rend sei­ner Stu­di­en­zeit erhält Mar­ko Ševar­lić bereits über 48 Aus­zeich­nun­gen bei natio­na­len und inter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben sowie meh­re­re ers­te Prei­se bei den welt­weit wich­tigs­ten Akkor­de­on­wett­be­wer­ben. Es fol­gen Kon­zert­tour­ne­en in Russ­land, Ita­li­en, Japan, Spa­ni­en, Deutsch­land und der Schweiz. Mit­wir­kun­gen bei den Bam­ber­ger und Ber­li­ner Sym­pho­ni­kern, beim Davos Fes­ti­val und bei Radio Fran­ce Musique.

 

TICKETS

Gro­ße Hal­le 26 Euro (erm. 16 Euro)
Salon 18 Euro (erm. 8 Euro)

 

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