Veranstaltungsreihe 1700 Jahre Jüdische Kultur in Deutschland

Mrz 25, 2021

Gemein­sa­me Ver­an­stal­tun­gen von Staats­oper Han­no­ver und Vil­la Seligmann

Seit dem Jah­re 321 ist jüdi­sches Leben hier­zu­lan­de nach­weis­bar – lan­ge also, bevor es die deut­sche Spra­che, Deutsch­land oder über­haupt eine Idee davon gab, was es hei­ßen könn­te, deutsch zu sein. Das 1700-jäh­ri­ge Jubi­lä­um, das die Staats­oper Han­no­ver gemein­sam mit der Vil­la Selig­mann, dem Haus der jüdi­schen Musik in Han­no­ver, begeht, erlaubt einen dif­fe­ren­zier­ten Blick dar­auf, was jüdi­sche Iden­ti­tät und Tra­di­ti­on bedeu­tet – für sich genom­men wie auch im Ver­hält­nis zum nicht-jüdi­schen Teil der Gesell­schaft. Gleich­zei­tig bie­tet es die Gele­gen­heit, die ein­drucks­voll viel­fäl­ti­gen Tra­di­ti­ons­li­ni­en jüdi­scher Musik zu feiern.

Im Mit­tel­punkt der jüdi­schen Reli­gi­on steht das Leben – und alles, was dazu­ge­hört: Wie leben wir mit­ein­an­der? Was ist uns wich­tig? Wie ver­hal­ten wir uns?” — erklärt Staats­opern-Inten­dan­tin Lau­ra Ber­man. “Durch das Leben in der Dia­spo­ra ist die Fra­ge nach jüdi­scher Kul­tur sehr kom­plex. Wir wol­len Ein­bli­cke in die breit­ge­fä­cher­te jüdi­sche Kul­tur geben, ins­be­son­de­re in die Musik. Dabei sol­len bri­san­te The­men nicht aus­ge­klam­mert wer­den, da nach jüdi­scher Tra­di­ti­on Erkennt­nis aus dem respekt­vol­len Streit­ge­spräch ent­steht. Wir wol­len über Inte­gra­ti­on und Iden­ti­tät dis­ku­tie­ren, denn Fra­gen zu Gemein­schaft und Assi­mi­la­ti­on sind immer wichtig.”

Eliah Saka­kus­hev-von Bis­marck, Geschäfts­füh­ren­der Direk­tor der Vil­la Selig­mann, fügt an: “Im Jubi­lä­ums­jahr kom­men wir zusam­men, um ein neu­es, zeit­ge­mä­ßes Bewusst­sein für das Juden­tum zu schaf­fen und das Wis­sen über den jüdi­schen Teil unse­rer Geschich­te — ins­be­son­de­re jen­seits der Sho­ah — zu för­dern und zu ver­tie­fen. Wir wol­len jüdi­sche Kul­tur erleb­bar und greif­bar machen und die­se Erfah­run­gen mit den Men­schen unse­rer Stadt und Regi­on teilen.“

Zwi­schen Assi­mi­la­ti­on und Koexis­tenz — Shel­ly Kup­fer­berg im Gespräch mit Max Czol­lek, Dr. Felix Klein, Lau­ra Ber­man und Eliah Saka­kus­hev-von Bis­marck | Sonn­tag, 16. Mai 2021 | 11 Uhr |
Opern­haus und Online-Stream

Jüdi­sche Klang­bil­der des 20. Jahr­hun­derts — Die Staats­oper Han­no­ver zu Gast in der Vil­la Selig­mann mit Musik von Korn­gold, Bern­stein, Weill, Mil­haud u.a. | Don­ners­tag, 20. Mai 2021 | 19 Uhr | Vil­la Selig­mann und Online-Stream

Im Schritt mit der Zeit: 200 Jah­re Lou­is Lewan­dow­ski - Kan­tor Isi­do­ro Abra­mo­wicz mit Wer­ken von Lou­is Lewan­dow­ski und jid­di­schem Tan­go aus Argen­ti­ni­en | Sonn­tag, 17. Okto­ber 2021 | 11 Uhr | Opern­haus und Online-Stream

 

Der Vor­ver­kauf star­tet am 12. April 2021. Die Vor­stel­lun­gen sind mit Live-Publi­kum und par­al­le­ler Online-Über­tra­gung geplant.

 

Geför­dert durch #2021JLID – Jüdi­sches Leben in Deutsch­land e.V. aus Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern, für Bau und Heimat.