Herbsttage der Jüdischen Musik - 2018
Die Erinnerung


08.09. | Samstag | 19.30 Uhr


Propsteikirche Basilika
St. Clemens
Platz an der Basilika 2
30169 Hannover

Eintritt frei. Am Ausgang wird eine Spende erbeten.

Konzert und Eröffnung
 
Wenn die Lade aufbrach
 
NDR Chor
Alexander Ivanov (Orgel)
Andor Izsák (Leitung)
 
Am Vorabend des jüdischen Neujahrsfestes Rosh Hashana eröffnen wir in diesem Jahr unsere Reihe „Herbsttage der Jüdischen Musik“ 2018 mit einem fulminant besetzten Chorkonzert. Rosh Hashana zählt zu den Hohen Feiertagen und erinnert zwei Tage lang an die Erschaffung der Welt sowie an die Geburtsstunde der Menschheit. Es leitet die zehn Tage der Ehrfurcht ein, welche im Versöhnungstag Jom Kippur enden. Nach jüdischer Zeitrechnung beginnt dann das Jahr 5779.
 
Mit dem renommierten NDR Chor unter Leitung von Andor Izsák wird dieses Konzert dem wichtigen Anlass mehr als gerecht. Mit der Aufführung von jüdisch sakraler Musik in der Propsteikirche Basilika St. Clemens in Hannover, welche in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag feiert, setzt die Villa Seligmann so ein besonderes Zeichen für das Miteinander der Religionen. Und in der ehemaligen Synagoge, dem heutigen Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg, findet die Tradition symbolisch wieder an ihren Ort zurück.
Herzlich laden wir Sie ein, bei diesem Festkonzert die Erinnerung aufleben zu lassen!


Konzert und Eröffnung
 
Wenn die Lade aufbrach
 
NDR Chor
Alexander Ivanov (Orgel)
Andor Izsák (Leitung)
 
Am Vorabend des jüdischen Neujahrsfestes Rosh Hashana eröffnen wir in diesem Jahr unsere Reihe „Herbsttage der Jüdischen Musik“ 2018 mit einem fulminant besetzten Chorkonzert. Rosh Hashana zählt zu den Hohen Feiertagen und erinnert zwei Tage lang an die Erschaffung der Welt sowie an die Geburtsstunde der Menschheit. Es leitet die zehn Tage der Ehrfurcht ein, welche im Versöhnungstag Jom Kippur enden. Nach jüdischer Zeitrechnung beginnt dann das Jahr 5779.
 
Mit dem renommierten NDR Chor unter Leitung von Andor Izsák wird dieses Konzert dem wichtigen Anlass mehr als gerecht. Mit der Aufführung von jüdisch sakraler Musik in der Propsteikirche Basilika St. Clemens in Hannover, welche in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag feiert, setzt die Villa Seligmann so ein besonderes Zeichen für das Miteinander der Religionen. Und in der ehemaligen Synagoge, dem heutigen Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg, findet die Tradition symbolisch wieder an ihren Ort zurück.
Herzlich laden wir Sie ein, bei diesem Festkonzert die Erinnerung aufleben zu lassen!

09.09. | Sonntag | 11.00 Uhr


Rolf-Liebermann-Studio des NDR
Oberstraße 120
20149 Hamburg

Eintritt frei. Am Ausgang wird eine Spende erbeten


23.09. | Sonntag | 17.00 Uhr


Große Halle 22 Euro
Salon 14 Euro
zzgl. VVK-Gebühren

Klavierkonzert
 
Am Kopf des Jahres
 
Erika Lux (Klavier)
 
Das jüdische Neujahrsfest Rosh Hashana heißt wörtlich übersetzt „Kopf des Jahres“ und zählt, wie bereits erwähnt, zu den Hohen Feiertagen im Judentum. In der Villa Seligmann feiern wir mit der renommierten Pianistin Erika Lux Rosh Hashana gebührend nach, wenn die Tänze von jüdischen Komponisten wie Moritz Moszkowski, Alexander Zemlinsky oder George Gershwin in den historischen Räumen erklingen und wir so die Erinnerung an eine ganz besondere Form der jüdischen Musik aufleben lassen.
 
Möglichst süß soll man zudem das neue Jahr mit in Honig getauchten Äpfeln beginnen. Diese reichen wir Ihnen gerne im Anschluss an das Konzert. Lassen Sie uns dieses Konzert gemeinsam „süß“ in Erinnerung behalten!


Musikalische Lesung
 
Kaddish für Babuschka
 
Marina Neubert (Lesung)
Andor Izsák (Orgel)
 
Das Kaddish ist im Grundsatz die Lobpreisung Gottes und damit eines der wichtigsten Gebete im Judentum. Im Laufe der Jahrhunderte hat es viele Fassungen und Verwendungen gegeben; heute wird es im Gottesdienst sowie oft zum Totengedenken gebetet.
 
In ihrem Roman „Kaddisch für Babuschka“ beschreibt Marina Neubert, wie eine junge Berliner Schriftstellerin von dem Tod ihrer Großmutter in Lemberg erfährt und sich umgehend auf eine Spurensuche in ihre eigene Vergangenheit begibt. Hierbei kommen längst verdrängte Erinnerungen hoch, welche ein Labyrinth aus Schuld und Sehnsucht stricken.
In der Villa Seligmann liest die Autorin Texte aus dieser spannenden Geschichte und wird dabei an der Orgel von Andor Izsák begleitet. Im Gepäck hat er thematisch passend musikalische Bearbeitungen des Kaddish von Maurice Ravel über Salomone Rossi bis hin zu Leonard Bernstein.

04.10. | Donnerstag | 19.30 Uhr


Große Halle 22 Euro
Salon 14 Euro
zzgl. VVK-Gebühren


16.10. | Dienstag | 19.30 Uhr


Eintritt frei.

Ausstellungseröffnung
 
Die gerettete Musik
 
Andor Izsák (Begrüßung und Einführung)
 
Am 28. März 1921 ist er in Hannover geboren, der angebliche Auslöser für die November-Pogrome der Nationalsozialisten: Herschel Grünszpan. Mit 14 Jahren hatte er nach seiner Emigration nach Frankreich von der demütigenden und menschenverachtenden Zwangsdeportierung seiner Eltern in einer Unrechtaktion gehört. Dies ließ ihn so verzweifeln, dass er zur deutschen Botschaft in Paris ging, um dort mehrmals auf den Botschaftsmitarbeiter von Rath zu schießen und so das seiner sowie vieler anderer Familien widerfahrende Unrecht zu rächen. Das nationalsozialistische Regime nahm dieses Ereignis als willkommenen Anlass, die lang geplanten Pogrome am 09. November 1938 anzuordnen. In dieser Nacht verbrannten in den Synagogen mit dem jüdischen Leben auch viele Zeugnisse einer einzigartigen sakralen Musik.
 
Es sollte viele Jahre dauern, bis diese fast vollständig zerstörte Musik durch Andor Izsák eine Errettung widerfuhr. In der Ausstellung werden den bereits gut erforschten historischen Ereignissen die spannende Suche Izsáks nach längst verloren geglaubten Noten gegenübergestellt.


Konzert
 
Musikalische Erinnerungen
 
Jaffé-Trio Hannover
Angela Jaffé (Violine)
Nir Rom Naghy (Viola)
Lukas Helbig (Violoncello)
 
Wer kennt dieses Gefühl nicht: Wir hören ein Lied, und schon schickt uns die Musik in die Vergangenheit. Selbst bei einem schwachen Gedächtnis können Melodien so Erinnerungen wecken. Und Erinnerungen wecken, wenn auch auf andere Art, möchten wir mit diesem Konzert. Es geht um die ganz besonderen Schicksale der jüdischen und nicht jüdischen Musiker Paul Ben Haim, Ernst von Dohnanyi und Gideon Klein, welche alle eine tragische Geschichte zu ihrem musikalischen Schaffen während der Verfolgungsherrschaft der Nationalsozialisten erzählen könnten.
 
In der Villa Seligmann lassen Angela Jaffé, Nir Rom Naghy und Lukas Helbig die Erinnerung an diese Schicksale wieder aufleben, wenn die großen Werke dieser außergewöhnlichen Künstler zu Gehör gebracht werden. Das Streichtrio hat sich kürzlich aus Mitgliedern des Niedersächsischen Staatsorchesters der Staatsoper Hannover gegründet. Und so freuen wir uns um so mehr, den wunderbaren Klängen als einer der Ersten lauschen zu können.

18.10. | Donnerstag | 19.30 Uhr


Große Halle 22 Euro
Salon 14 Euro
zzgl. VVK-Gebühren


28.10. | Sonntag | 17.00 Uhr


Große Halle 22 Euro
Salon 14 Euro
zzgl. VVK-Gebühren

Konzert
 
Wenn ich mir was wünschen dürfte
 
Carmen Fuggiss (Gesang)
Jonathan Seers (Klavier)
 
Während der Weimarer Republik entwickelte sich die erste parlamentarische Demokratie, die Stellung der Frau wurde gestärkt und es entstand eine noch nie da gewesene kulturelle Freiheit. In der Kunst entwickelte sich Deutschland „wie selbstverständlich zum interessantesten Land Europas“, so der amerikanische Historiker Walter Laqueur. Mit dieser Zeit verbinden wir Namen wie Bertolt Brecht, Max Liebermann, aber auch die Comedian Harmonists oder George Gershwin. Mit der Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 wurde diese Blütezeit jedoch jäh beendet, und viele, vor allem jüdische, Künstler mussten den wieder aufkommenden Antisemitismus sowie ihre Verfolgung erleiden.
 
An diesem Abend machen Carmen Fuggiss und Jonathan Seers die Erinnerungen an die Goldenen Zwanziger und die Schicksale von jüdischen Musikern mit Stücken aus der Zeit wieder lebendig. Tauchen Sie mit uns zusammen ein in eine der faszinierendsten Zeiten unserer Geschichte!


Konzert zum Gedenken an die Reichspogromnacht

10. November 2018
Marktkirche Hannover
18.00 Uhr

Europäischer Synagogalchor
Hamburger Synagogalchor
Propsteichor St. Clemens

Alexander Ivanov - Orgel
Andor Izsák - Leitung

Eintritt frei. Am Ausgang wird eine Spende erbeten.


15.11. | Donnerstag | 20.00 Uhr


Großer Sendesaal des
NDR Landesfunkhauses Hannover
Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22
30169 Hannover

Karten sind für 30 Euro, 20 Euro und 15 Euro zzgl. VVK-Gebühren im NDR Ticketshop erhältlich

Konzert
 
Zur Erinnerung – Sonderkonzert anlässlich der
Reichspogromnacht vor 80 Jahren


Louis Lewandowski:
Liturgische Psalmen

Moritz Moszkowski:
Klavierkonzert, Op. 59


Camerata Carolina Heidelberg
Chor St. Severin Keitum
Deutsch-Russischer Chor Hamburg
Europäischer Synagogalchor
Hamburger Synagogalchor
Leipziger Synagogalchor
Opernchor TfN Hildesheim
Propsteichor St. Clemens
 
Alexander Ivanov (Orgel)
Andor Izsák (Leitung)

NDR Radiophilharmonie
 
Erika Lux (Klavier)
Elli Jaffe (Leitung)

My Image

29.11. | Donnerstag | 19.30 Uhr


Große Halle 22 Euro
Salon 14 Euro
zzgl. VVK-Gebühren

Kammermusikkonzert
 
Die Freude der Erinnerung
 
Caroline von Bismarck (Violine)
Eliah Sakakushev von Bismarck (Cello)
Erika Lux (Klavier)
 
„Zudem ist ein ganz bedeutender und mir sehr lieber Zweig der Claviermusik, Trios, Quartetten und andere Sachen mit Begleitung, so die rechte Kammermusik, jetzt ganz vergessen und das Bedürfniß, mal was Neues darin zu haben, ist mir gar zu groß. Da möchte ich auch gern etwas dazu thun… und denke nächstens ein paar Trios zu schreiben.“, so vermerkt es der jüdische Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy Ende der 1830er Jahre. Mit der Umsetzung dieses Plans und dem Schreiben des Klaviertrios in D-Moll, welches bis heute als eines der wichtigsten seiner Art gilt, stieß er eine regelrechte Neugründung der Gattung an.
 
In wunderbarer Besetzung erinnern wir uns an diesem Abend mit den renommierten Musikern Caroline von Bismarck an der Violine, Eliah Sakakushev von Bismarck am Cello und Erika Lux am Klavier nicht nur an dieses Klaviertrio von Mendelssohn-Bartholdy, sondern an die ganz großen Werke der jüdischen Kammermusik.


Musikalische Führung
 
Von den Erinnerungen eines Jahrhunderts
 
Andor Izsák (Vortrag und Orgel)
 
In der 1906 erbauten Stadtvilla des Conti-Gründers Siegmund Seligmann wurden im Laufe der Jahre wohl einige Erinnerungen gesammelt. Wie schön wäre es, könnten die alten Mauern davon berichten. Sie würden uns erzählen, wie Siegmund Seligmann zu illustren Runden eingeladen und sich mit den Herren der Gesellschaft in das Raucherkabinett zu Cognac und Zigarre zurückgezogen hat. Sie würden aber auch beschreiben, wie die historischen Gemäuer innerhalb eines Jahrhunderts als Stützpunkt der Wehrmacht, als Kunstlager oder zuletzt als Musikschule genutzt wurden. Zum Glück konnten bei der durch Andor Izsák initiierten Restaurierung einige Erinnerungsstücke geborgen werden, welche uns noch heute Rückschlüsse auf das facettenreiche Treiben in der Hohenzollernstraße 39 erlauben.
 
Mit musikalischen Beiträgen unterstützt nimmt Sie Andor Izsák mit auf eine Reise in die Vergangenheit und erläutert dabei, wie sich die Villa Seligmann über die Jahre entwickelt hat. Schwelgen Sie mit uns in Erinnerungen!

11.12. | Dienstag | 19.30 Uhr


Große Halle 22 Euro
Salon 14 Euro
zzgl. VVK-Gebühren


15.12. | Samstag | 18.00 Uhr
16.12. | Sonntag | 18.00 Uhr


Konzert inkl. Speisen und Getränke
79 Euro
Tickets ausschließlich unter karten@villa-seligmann.de

Festkonzert und Abschluss
 
Das Lichterfest
 
Mit Überraschungsgästen
Andor Izsák (Leitung)
 
Chanukka, das jüdische Fest, welches ungefähr zeitgleich mit dem christlichen Weihnachtsfest begangen wird, dauert acht Tage. Diese Zahl erinnert an die Dauer des Lichtwunders bei der Wiedereinweihung des Tempels. Dabei spielt der Kerzenhalter, die Chanukkia, eine wichtige Rolle, denn sie hält nicht nur die acht Kerzen für jeden Tag des Festes, sondern auch eine neunte Kerze, welche als Dienerkerze zum Anzünden der anderen fungiert. In dieser Zeit werden besondere Lieder und Gebete gesprochen.
 
Die außergewöhnlichen jüdischen Musik-Traditionen möchten wir Ihnen gerne zusammen mit Überraschungsgästen bei diesem Konzert näherbringen – und das dieses Jahr ganz exklusiv aufgrund des begrenzten Raums an zwei Abenden in der Villa Seligmann. Was für ein passender Abschuss für unsere Konzertreihe im Herbst!


Eintrittspreise
Karten für die Konzerte kosten 22 Euro (Sitzplätze in der Großen Halle) bzw. 14 Euro (Sitzplätze in den Salons). Die Kartenpreise für die Sonderkonzerte entnehmen Sie bitte diesem Programmheft.
Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Der Einlass zu den Konzerten in der Villa Seligmann beginnt jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.
 
Abo-Plus und Gruppenermäßigungen
Inhaber der Abo-Plus-Karte von HAZ und NP sowie Gruppen ab 10 Personen erhalten 2 Euro Rabatt pro Karte.
 
Mini-Abo Wer in den Vorverkaufsstellen oder telefonisch unter 0511 1212 3333 Karten für drei oder mehr Veranstaltungen erwirbt, erhält unabhängig von der Kategorie 20% Ermäßigung auf jede Karte (nicht kombinierbar mit Abo-Plus).


Der Vorverkauf startet ab dem 20. August 2018